
Zeit der Veränderungen
Liebe Schwestern und Brüder,
am 01. März 2026 haben wir unseren Pfarrer Wolfgang Johannsen nach 25jährigen segensreichen Wirken in der Region in den Ruhestand verabschieden müssen. Das hinterlässt eine Lücke, die nun mit Dekret von Erzbischof Stefan gefüllt wurde. Damit darf ich mich, zusätzlich zu meinem Dienst in meiner Stammpfarrei St. Nikolaus in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen, hier bei Ihnen im Gebiet von Rendsburg, Schleswig und Eckernförde in den Dienst nehmen lassen. So mancher hat auf diese Nachricht mit der Feststellung reagiert „Das geht doch gar nicht!“. Auch mich erfüllt die Sorge, wie ich dem gerecht werden kann. Doch haben wir in unserer Pfarrei Sankt Ansgar ein tolles Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitstreitern. Darauf können und müssen wir weiter bauen und im gemeinsamen Tun für die Menschen unserer Pfarrei da sein.
Heute nun noch ein paar Worte zu meiner Person. Ich bin 64 Jahre alt und habe in meinem Leben eine Vielzahl von verschiedenen Tätigkeitsbereichen durch-laufen. Nach einer Ausbildung als Grundschullehrer habe ich etliche Jahre in meiner Heimatstadt Berlin als Steuer- und Unternehmensberater gearbeitet. Dann zog es mich in den Norden, wo ich 10 Jahre auf der Insel Föhr einen kleinen Familien-Hotelbetrieb geführt habe. Doch fand ich auch den Ruf in ein kirchliches Amt und nach meiner Diakonenweihe habe ich gut 9 Jahre auf Föhr und in Hamburg gearbeitet. Im Jahr 2018 hat mich unser Erzbischof zum Abschluss meiner akademischen Studien für 2 Jahre an die Pallottinerhochschule nach Vallendar bei Koblenz geschickt. Danach wurde ich im September 2020, mitten in der Coronazeit, in Hamburg zum Priester geweiht.
Meine Zeit als Kaplan habe ich dann Hamburg-Billstedt und Neumünster verlebt. Im Herbst 2023 erreichte mich die Anfrage, die Leitung der Pfarrei St. Nikolaus zu übernehmen. Auch wenn mir dies eigentlich nie in den Sinn gekommen war, habe ich mich von den Menschen der Pfarrei in Dienst nehmen lassen.
Mein Weihespruch lautet: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust“ – dies ist auch mein Antrieb jetzt JA zu sagen. Ich möchte, wie der Auferstandene bei den Emmausjüngern, mit Ihnen auf dem Weg sein. Lassen wir uns entflammen von der Botschaft, die uns geschenkt ist; gehen wir gemeinsam den Weg und erzählen wir uns gegenseitig die Worte und die Taten des Auferstandenen. Dann erkennen wir IHN in unserer Mitte und lassen unser Herz entzünden für die Menschen an unserer Seite.
Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen und um einen offenen Dialog. Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen!
Mit herzlichen Segenswünschen
Pfarrer Ulrich Bork, Pfarradministrator