
In der ersten März-Woche hat in Rendsburg der erste Teil der Qualifizierungskurse für das Bistum-Projekt „SeSam – Sendung und Sammlung“ stattgefunden. Angesicht der in den kommenden Jahren zu erwartenden gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen möchte Erzbischof Stefan Heße mit dem Projekt SeSam – wie er sagte – „vor die Welle kommen“, also einen deutlichen Sprung vorwärts machen, um aktiv zu gestalten, statt immer wieder nur auf die Entwicklungen zu reagieren zu können. Wie werden die Engagement-Felder in Zukunft aussehen? Die Sichtweise der Überlegungen muss sich „drehen“. Es wird nun mehr vom Jahr 2040 her gedacht, in dem der personelle Umbruch am deutlichsten zu Tage tritt: Was können wir ab heute vorbereiten, um als Christen in 14 Jahren unseren Glauben leben und feiern zu können?

Aus der SeSam Region Nord mit der geplanten Basisstation in Kiel waren alle hauptberuflichen Mitarbeitenden aus Pastoral und Verwaltung der fünf nördlichen Pfarreien Schleswig-Holsteins, eingeladen, sich in den Zukunftsprozess SeSam einführen zu lassen und dabei auch näher kennenzulernen. Gemeinsam mit dem Erzbischof, der während der ganzen Woche aktiv dabei war, wurde die Gelegenheit gegeben, sich zu vernetzen und die weiteren Schritte in den Blick zu nehmen. SeSam wird als Prozess gestaltet. So wurde auch während dieser Woche auf die Überlegungen und Rückmeldungen der knapp 40 Teilnehmenden situativ reagiert und das Programm gegebenenfalls entsprechend umgestaltet und angepasst. Diese Gruppe versteht sich als eine Art „Kollegium“, das motiviert in die Zukunft schaut und SeSam in der Region Nord miteinander gestalten will. Den Teilnehmenden ist es dabei wichtig, dass auch die Ehrenamtlichen und Engagierten so früh wie möglich mit einbezogen werden.
Als nächste Schritte sind Veranstaltungen auf regionaler Ebene angedacht, bevor das hauptberufliche „Kollegium“ ab Januar 2027 zu weiteren Fortbildungsmodulen zusammenkommen soll.
Für viele der Teilnehmenden hat sich mit diesem durchaus anspruchsvollen Treffen der Nebel auf dem Weg „vor die Welle“ an einigen Stellen gelichtet.
Die Verfassergruppe
Ulrike Imbusch (Pfarrei Sankt Ansgar, Rendsburg), Christoph Mainka (Pfarrei St. Knud), Werner Schröder (Pfarrei Franz von Assisi)
